Freitag, 25. Dezember 2009

Fürchtet euch nicht!

„Fürchtet euch nicht!“ (Lukas 2, 15)

Ich fürchte mich ständig. Und Gründe gibt es genug. Was wird aus unserer Welt? Wie entwickelt sich das Klima? Was macht der Arbeitsmarkt? Und was macht er mit mir? Schaffen es die alten Eltern noch alleine? Packen die Kinder das Studium? Reicht das Geld? Bleibe ich gesund? Angst. Angst. Angst.

Und plötzlich kommt einer und sagt: „Fürchtet euch nicht!“ Ein Engel, kein Mensch. Einer aus dem Himmel, nicht von der Erde. Einer, der die Welt von höherer Warte betrachtet. Überblick hat. Und er sagt, warum wir uns nicht fürchten müssen. „Gott hat euch nicht vergessen. Der Heiland ist geboren!“ Der Heiland, der, der alles heil machen kann. Die Welt und das Leben. Uns. Mich.

Jesus ist geboren. Gott ist zur Welt gekommen. Und damit Liebe, Mut und Zuversicht. Und ich atme auf. Und packe beherzt zu, wo etwas zu verändern ist.

Weihnachten ist ein Fest gegen die Resignation, gegen die Angst. Weihnachten ist ein Hoffnungsfest.

Quelle: Jürgen Werth im BILD-Weihnachtskalender vom 18.12.2009

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Das hättest du nicht tun müssen

Ein wunderbares Gedicht zur Weihnachtszeit - von Thea Eichholz-Müller.

Das hättest Du nicht tun müssen!

Was treibt einen nur, das warme, gemachte Nest zu verlassen?
Da muss man sich doch fast selber hassen,
wenn man sich so was antut.

Was hat Dich getrieben?
Vom Licht in die Dunkelheit.
Von der Wärme in die Kälte.

Das hättest Du nicht tun müssen.
Das Vollkommene hinter Dir zu lassen.
Erdgeruch statt Göttlichkeit.
Steil bergauf, bergab – statt geradeaus.
So unbeachtet – statt im Scheinwerferlicht.
Fast sieht man Dich nicht.

Das hättest Du nicht tun müssen.
Dich so klein zu machen –
Für Viele ein Grund, nur über Dich zu lachen.
Oder zumindest doch zu schmunzeln.
Oder andrerseits verwundert die Stirn zu runzeln, denn –
Das hättest Du nicht tun müssen!
Das wäre doch nicht nötig gewesen! – ?
Nötig kommt von ... Not – ?

Was treibt einen nur?
Was hat DICH getrieben?
Ich glaub, die Sehnsucht war's.
Denn es ist einfach Deine Art:
Das LIEBEN.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Gedanken zum Weihnachtsfest

Keine klingenden Glöckchen, kein leise rieselnder Schnee – nackter Überlebenskampf.
Maria und Josef ganz auf sich gestellt. Ganz? Einer geht mit, ist längst dabei. Auch wenn alles dagegen zu sprechen scheint. Wenn alle Sicherheiten wegfallen ist uns Gott Netz und doppelter Boden.
Weihnachten fängt nicht dort an, wo es nach Zimt und Nelken riecht, Gebäck uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, Weihnachtsmusik uns kauffreudig stimmt; nicht einmal dort, wo unsere Sehnsucht nach Friede, Freud, Weihnachtskuchen gestillt wird. Weihnachten ereignet sich mitten in Verwirrung, Angst, Verfolgung und Chaos, unabhängig von allen widrigen Umständen – dort, wo Gott unsere letzte Sicherheit sein darf und wir unsere Lebensqualität nicht mehr von äußeren Bedingungen abhängig machen. Weihnachten muss nicht heile Welt spielen. Gerade darin liegt die Hoffnung dieses Festes!

Weihnachten beginnt dort, wo Gott in unseren Herzen einen Neuanfang machen darf.


Aus: Bianka Bleier: "Aus Warten wird Freude" © 2006 SCM R. Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten

Samstag, 19. Dezember 2009

Weihnachten ist ein Krisenfest.

Weihnachten kommt. Na und? Irgendwie hab ich dieses Jahr das Gefühl, dass eher die vielen Krisen als Weihnachten diese Zeit bestimmen: Wirtschaftskrise und Klimakrise allen voran, ganz im Verborgenen schließlich Beziehungskrisen oder Krisen mit sich selbst. Interessant, dass das nicht nur mir auffiel, sondern auch Jürgen Werth, der auf seinem Blog nachfolgenden Text veröffentlichte, den ich in leicht abgewandelter Form hier wiedergeben möchte, da er mir voll aus dem Herzen spricht.


Alle reden von der großen Krise. Und nun kommt Weihnachten. Passt das zusammen? Krise und Weihnachten? Kann man in der Krise überhaupt richtig Weihnachten feiern?

Ich behaupte: Man kann nur in der Krise richtig Weihnachten feiern!

Denn Weihnachten ist ein Krisenfest.

OK, wir haben das weitgehend vergessen. Haben aus Weihnachten ein zuckersüßes Stimmungsfest gemacht. Die Hoch-Zeit der Gemütlichkeit. Was ja schön ist. Aber doch bestenfalls die halbe Wahrheit ausmacht.

Das erste Weihnachten nämlich fand mitten in der Krise statt. In einem besetzten und ausgebeuteten Land am Rand des römischen Imperiums. Auf verdorrten Hirtenfeldern am Rand einer kleinen Stadt. Ein Baby wird geboren und die Eltern können ihm nicht einmal ein warmes Bettchen bieten. Ein Futtertrog ist sein erstes Zuhause.

Maria und Josef und Jesus – was sie in jenen Tagen erleben und erleiden, ist alles andere als gemütlich.

Aber vielleicht versteht man Weihnachten nur dann so richtig, wenn die Gemütlichkeit ausbleibt. Denn das ist die Botschaft dieses außergewöhnlichen Festes: Gott kommt die Krisen unseres Alltags! Gott erleuchtet die Dunkelheiten unseres Lebens! Gott entmachtet die Hoffnungslosigkeiten unserer Wirklichkeit! In Jesus steckt die ganze Liebe Gottes.

Wäre er nicht gekommen, säßen wir immer noch vaterseelsenallein auf unserem blauen Planeten und wüssten nicht wohin mit unseren Ängsten, unseren Verletzungen, unserer Schuld. Unsere Sehnsucht nach dem Himmel bliebe auf ewig ungestillt.

Doch nun ist der Himmel aufgerissen und hat die Erde mit seinem Licht durchflutet. Weihnachten ist das Hoffnungsfest! Das Zuversichtsfest! Das Befreiungsfest! Weihnachten ist Jesusfest! Ein Fest für Menschen in der Krise. In der Krise haben Menschen immer wieder hautnah gespürt, was Weihnachten im Tiefsten bedeutet: Gott kommt in unsere Welt! Wir sind nicht allein! Niemals! Das Kind in der Krippe ist Gott in unserer Haut.

Wer’s begreift, fängt plötzlich an zu staunen und zu beten und zu singen. „O du fröhliche, o du selige Gnaden bringende Weihnachtszeit!“

Ich wünsche Dir ein fröhliches Jesusfest!
Herzliche Grüße
Der Johannes

Mittwoch, 18. November 2009

Gedanken zum Buß- und Bettag

Heute ist Buß- und Bettag. Gesetzlicher Feiertag - allerdings nur noch in Sachsen. Aber was ist das doch gleich: Buße?

"Das sollst du mir büßen" oder vom sogenannten "Bußgeldbescheid" - daher kennen wir heute das Wort. Buße als Strafe. Ich habe mich böse verhalten und nun habe ich die Konsequenzen dafür zu tragen. Punkt. Also müssten ja heute alle Menschen, die diesen Feiertag ernst nehmen, mit ganz traurigem Gesicht durch die Straßen laufen (wenn überhaupt) und sich immer wieder daran erinnern, was sie alles Dummes angestellt haben. Echt?

Nein! Das ist nicht die Bedeutung von Buße - das ist das, was wir heute daraus gemacht haben... Aber Buße meint eigentlich etwas ganz anderes: ein Umdenken bzw. eine Sinnesänderung. Innehalten und zu fragen: Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Oder gibt es Bereiche in meinem Leben, in denen ich eine andere Richtung wählen muss? Oder muss vielleicht sogar mein ganzes Leben eine neue Richtung bekommen? Buße ist also keine Strafe - es ist eine Chance. Eine Chance zur Umkehr! Zur Umkehr zu Gott. Da kommt dann auch das Gebet ins Spiel. Einerseits erkenne ich hierdurch, wo in meinem Leben eine andere Richtung einzuschlagen ist und ich komme mit dem Gebet definitiv immer in die richtige Richtung: zurück zu meinem himmlischen Daddy, der mich über alles liebt.

Als ich heut Morgen aufstand und meinen iPod anstellte, kam unerwarteterweise - aber so passend - das folgende Lied von Anja Lehmann, dass das so wunderbar beschreibt (nachfolgend in der deutschen Übersetzung):

Come back to you

Hab viel Zeit damit vergeudet, vor Dir davon zu laufen
Wollte mich Deiner Liebe entziehen
Sagst Du mir wie ich zurückfinden kann?
Kannst Du diesen Schmerz wegnehmen?
Ich will Dir vertrauen, an das glauben, was Du versprochen hast

Du gabst alles für mich, was man geben kann
Nahmst mir die Last von meinen Schultern
Bitte halte meinen Glauben an Dich schützend in Deinen Händen
Lass mich wie ein kleines Kind zurück in Deine Arme laufen

Ich komm zurück zu Dir.
Ich lass los was mich hält,
Denn nur hier bei Dir find ich mein Zuhaus.
Ich komm zurück zu Dir
Was mich hält lass ich hier
Und ich will für immer bei Dir bleiben
Denn ich liebe Dich

Du hast mein Herz berührt,
Hast mich aus meinem Tal herausgeführt.
Ich weiß, die Zeit der Tränen ist vorbei
Diese Liebe wird niemals sterben
Weil Du selbst sie für immer am Leben behältst

Würde mir die ganze Welt gehör'n.
Doch Dich hätte ich nicht
Ich kann nicht sagen wie verlorn ich wär' ohne Dich

Text: Jean-Marc Lerigab, Anja Lehmann, Matthias Heimlicher / Musik: Matthias Heimlicher, Jean-Marc Lerigab; © 2002 worshipzone.ch (SUISA); Übersetzung: Anja Lehmann

Eine gesegnete Zeit durch das Entdecken, wo es in deinem Leben an der Zeit ist umzudenken und das Umsetzen des Erkannten im Alltag - das wünscht dir von Herzen

Der Johannes

Freitag, 30. Oktober 2009

Geschafft!


Nun ist das Werk geschafft! Knapp 2 Monate habe ich Tag und Nacht geforscht, gegrübelt, gerechnet, gesucht, gefunden, geschrieben und dabei in so kurzer Zeit aussichtsreiche Höhen und zermürbende Täler in rasendem Aufeinanderfolgen erlebt.


Nun ist das Werk geschafft - ich kann meine Diplomarbeit in den Händen halten. Auch wenn ich von der Bewertung noch nichts erahnen kann, bin ich glücklich und zufrieden mit der Arbeit. Und ich bin dankbar, dass alles so geworden ist (vor allem, dass es rechtzeitig fertig geworden ist), wie es werden sollte. Dankbar, weil ich, wenn es mal nicht so lief, immer wieder aufgebaut wurde. Und dankbar, weil so viele Leute und natürlich ganz besonders der Vater im Himmel mir Gutes getan haben.

Gleichzeitig geht es nun mit dem Endspurt weiter - das Haupstudium III beginnt ab Dienstag und dann heißt es wieder lernen, lernen, lernen... Nur noch 94 Tage bis zur ersten schriftlichen Laufbahnprüfung. Ich werde mich also auch in der folgenden Zeit etwas auf diesem Blog zurückhalten, um im Endspurt noch einmal so richtig Gas geben zu können ;-)

Einen guten und hoffentlich goldenen Herbst wünscht
Der Johannes

Dienstag, 20. Oktober 2009

"Andere gibt es schon genug"

"So wie du bist, bist du einmalig; eine einzigartige Komposition
unseres Gottes. Du bist Du!"
Jürgen Werth

Hier eine absolut sehenswerte, sehr tiefsinnige kleine Gute-Nacht-Geschichte von Dr. Eckart von Hirschhausen, in der er vor vorschneller Ver-Urteilung warnt sowie Mut macht, unsere Stärken zu stärken und nicht dauernd an unseren Schwächen ‘rumzudoktorn. Mehr muss ich dazu jetzt gar nicht sagen - außer vielleicht: Grüße von Pinguin zu Pinguin ;-)

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