Sonntag, 24. Januar 2010

Die Liebe zu Besuch...

Gerade bin ich auf einen sehr tiefsinnigen und nachdenkenswerten Text gestoßen, der hier stehen soll:

"Wir sind oft schlechte Gastgeber, wenn die Liebe uns besucht!
Wir gießen ihr unsere Ängste ein, servieren ihr unsere Zweifel,
zeigen ihr unsere Narben, unsere zerstörten Illusionen, bittere Enttäuschungen - und werfen ihr vor, dass sie schon so oft unser Herz gebrochen hat.
Und dann wundern wir uns, wenn sie uns mit traurigen Augen verlässt..."

Stimmt, ne? Und trotzdem gehört auch das dazu. An-teil zu nehmen - im wahrsten Sinne des Wortes. Anteil nehmen schließt aber beides mit ein: Leid und Freude, Traurigkeit und Fröhlichkeit, Enttäuschungen und Hoffnungen. Sind wir Gastgeber, die Anteil nehmen? Sind wir Gäste, die Anteil nehmen?

"Gott ist die Liebe" - sagt die Bibel in 1. Johannes 4,16. Also nicht: Gott ist lieb oder Gott hat auch ein bisschen Liebe. Nein, er ist die Liebe selbst! Und diese Liebe ist zu uns gekommen; hat alles aufgegeben, was ihr gehörte - weil es eben Liebe ist. Vollkommene Liebe; perfekte Liebe. Sie kommt vom Himmel zu uns und stellt die Verbindung zum Himmel her.


Und wir? "Wir sind oft schlechte Gastgeber, wenn die Liebe uns besucht!" Merken wir es eigentlich noch? Dass die Liebe da ist; mitten unter uns? Dass sie Anteil nehmen möchte? Dass der Besuch nicht nur eine Stippvistite sondern eine ewige Freundschaft sein soll?
Ich wünsche es uns jedenfalls. Und eins ist sicher: Sie nimmt Anteil. An Ängsten, Zweifeln, Erwartungen, Fragen, Freuden - einfach am Alltag. Und das Beste: Sie bleibt, wenn wir es wollen; schleicht sich nicht traurig wieder raus. Ja, die Liebe wird selbst zum Gastgeber - dem besten Gastgeber überhaupt. Und wir dürfen Gäste sein. Uns beschenken lassen von der Liebe selbst. Wenn das kein Grund ist, sie einzuladen...

Eine gute - von der Liebe erfüllte - Woche wünscht
Der Johannes

Bildquelle: http://images.korg.directserver.org/23/2208/3/48557992885129813638.jpg