„Ich geb grad wieder Religionsunterricht und erzählte heute die Ostergeschichte einer 1. Klasse. Am Ende übe ich mit den Kindern den Ostergruß der ersten Christen. Ich grüße sie mit: ‚Der Herr ist auferstanden!’, und sie antworten brav: ‚Er ist wahrhaftig auferstanden!’ Das üben wir einige Male, immer mit einem kleinen Liedchen dazwischen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich versäumt habe das Wort ‚wahrhaftig’ zu erklären …
Später in der gleichen Stunde sage ich wieder (diesmal ohne Ankündigung und Anweisung): ‚Der Herr ist auferstanden!’ Erst antwortet keiner, weil sie nicht so drauf vorbereitet waren. Dann sagt ein kleines 7-jähriges Mädchen zaghaft, aber doch seiner Sache gewiss, mit überzeugter Stimme: ‚Er ist g a n z h e f t i g auferstanden!!!’
Das war so toll! Ich musste so lächeln und gleichzeitig fielen mir diese Worte viel tiefer ins Herz als die ‚richtigen’. Ja, er ist wirklich ganz heftig auferstanden und nicht nur so lyrisch, poetisch verkünstelt. Und er lebt ganz heftig! Und ich will mich noch einmal aufmachen zu glauben, dass er auch ganz heftig eingreift in meinem Leben. Das ist auch ganz heftig nötig…“
Also dann: Heftig frohe Ostern!
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